Titel:
Projekt Recovery nach dem War Room Konzept
(Joachim Bauchrowitz)
Session:
Anpassung und Einführung von Vorgehensmodellen
Datum und Uhrzeit:
Mittwoch, 27. Mai 2009 von 11:50 bis 12:30 Uhr
Beschreibung:
Wie kann ein Projekt gerettet werden, das über eine Auftraggeber/Auftragnehmer-Kette von 4 Firmen an 6
europäischen Standorten entwickelt wird und offensichtlich sein Ziel nicht erreichen kann, ein SIL 3
Steuergerät (fristgerecht) zu entwickeln?
An Hand eines (anonymisierten) Beispiels wird das Konzept des War Rooms beschrieben und die pragmatisch eingeschlagenen Vorgehensstrategien vorgestellt. Das Projekt stammt nicht aus meinem bisherigen Kundenkreis und beschreibt das Dilemma, in welches Unternehmen geraten, die die Anforderungen einer sicherheitskritischen Serien-Systementwicklung (mit Mechanik, Elektrik, Elektronik und Software) unterschätzen und versuchen, die Situation mit ad-hoc- und Try-and-Error-Methoden zu meistern.
Es beschreibt aber auch, wie die Zulieferer am Ende der Kette durch sukzessives Einführen von Entwicklungsprozessen aus der Lähmung herauskommen und bei den Unternehmen in der Lieferkette davor wieder an Reputation gewinnen können. Es zeigt, dass Projektführungen von Unternehmen in der Auftragskette eine (historisch verständliche) Blockadehaltung nicht durchhalten können, wenn am Ende der Lieferkette vernünftige Prozesse pragmatisch eingeführt, sukzessive aufgebaut und gelebt werden.
In diesem Beispiel ist es nicht wichtig, welches Prozessmodell als Orientierung für die Verbesserung genutzt wird: In diesem konkreten Falle lieferten die Ziele von CMMI ML3 die Vision und die Automotive SPICE Prozesse die konkrete Vorlage für die Leitlinien der Prozessimplementierung.
Referenten:
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Joachim Bauchrowitz, Senior Consultant Entwicklungsprozesse bei der ESG
Elektroniksystem- und Logistik-GmbH in München, Geschäftsbereich Automotive
und zertifizierter CMMI Lead Appraiser |
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