Vortrag

Titel:
Anforderungen nachweisbar erfüllen
(Alexander Auerbach)

Session:
Werkzeuge zur Kollaboration in Projekten

Datum und Uhrzeit:
Mittwoch, 27. Mai 2009 von 15:20 bis 16:00 Uhr

Beschreibung:
Die durchgängige Nachverfolgbarkeit der Anforderungen von der Definition über den Code bis zum Test wird in immer mehr Projekten der Softwareentwicklung zu einer entscheidenden Voraussetzung für den Erfolg. Wer nachweisen muss, dass der Entwicklungsprozess konform nach CMMI oder SPICE oder V-Modell XT erfolgt, benötigt eine effektive und effiziente Traceability-Lösung. Das Besondere der vorgestellten Lösung besteht in einem werkzeuggestützten Nachweis der Erfüllung von Anforderungen ohne organisatorischen Overhead im Entwicklungsprozess.

Wir stellen Integrated Software Engineering als einen Ansatz der Softwareentwicklung vor, der als Input die Anforderungen an eine zu entwickelnde Softwareanwendung aufnimmt und als Output das Testergebnis mit dem Erfüllungsgrad der ursprünglichen Anforderungen liefert. Anhand der üblichen Prozesschritte der Softwareentwicklung wird gezeigt, wie Konsistenz ohne Medienbrüche zwischen den einzelnen Prozessschritten erreicht wird. Dabei können unverändert die bereits eingesetzten Vorgehensmodelle und Implementierungswerkzeuge weiter genutzt werden. Es wird eine deutliche Vereinfachung der Zertifizierung nach SPICE, CMMI oder V-Modell XT erreicht.

Die zugrunde liegende Basistechnologie „Komponentenbasierte Modellierung” nutzt die Kapselung von domainspezifischem funktionalen Code in Komponenten. Alle Informationen, die für die Nutzung einer Komponente unbedingt erforderlich sind, sind in den Metadaten einer Komponente verfügbar. Dazu zählen u.a. Anforderungen und Abhängigkeiten. Die Zusammenstellung der Komponenten erfolgt in einem UML-Modell. Daraus wird der Infrastrukturcode für das Zusammenwirken der Komponenten generiert. Der Build-Prozess der Anwendung erfolgt automatisiert. Da aus jedem Modellelement Testanwendungen generiert werden können, die über ein User Interface mit Testdaten angesprochen werden, ist Testen auf allen Entwicklungsstufen von Anfang an stark vereinfacht und teilweise praktisch erstmals möglich. Der Tester sieht mit der generierten Testanwendung auch die in diesem Fall jeweils zu erfüllenden Anforderungen.


Referent:

Alexander Auerbach ist einer der Gründer und der für Forschung und Entwicklung zuständige Geschäftsführer der netCCM GmbH in Berlin, einem Hersteller innovativer Softwareentwicklungswerkzeuge. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit komponentenbasierter Modellierung, Code-Generierung sowie der Unterstützung der Qualitätssicherung und des Projektmanagements mit Software-Engineering-Werkzeugen. Seine wissenschaftliche Arbeit wurde mit dem Werner von Siemens Excellence Award gewürdigt und er ist Sprecher des Arbeitskreises Software Engineering im Verband der Software-, Informations- und Kommunikations-Industrie in Berlin-Brandenburg.


 

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